www.rz-journal.de - © by Christoph Anczykowski und Perry Rhodan - published in PR 1995 - Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

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Terranische Raumschiffe

Flottentender der 

CAMELOPARDUS -Klasse

Erläuterungen:

Die CAMELOPARDUS-Flottentender entstanden als Paralell-Entwicklung zu den neuen 800-Meter-Schlachtschiffen der NOVA-Klasse und waren anfangs speziell auf die Bedürfnisse dieser Grossraumschiffe ausgerichtet. Der ursprüngliche Entwurf bestand aus einer 2000 Meter durchmessenden Plattform, an die über eine 1000 in lange Verbindungsbrücke eine 500 m durchmessende kugelförmige Kommandozelle angedockt war. Dieser "Giraffenhals" wurde später zu Gunsten eines statisch stabileren Walzenmoduls aufgegeben, gab jedoch der neuen Tenderklasse ihren Namen.
Zu dem Zeitpunkt, als die LFT-Regierung das Flottenbauprogramm für die NOVA-Raumer auf 50 Stück begrenzte, waren insgesamt 8 CAMELOPARDUS- Einheiten fertiggestellt oder befanden sich in den fortgeschrittenen Stadien der Konstruktion. Die Einheiten erhielten die Bezeichnung CS l - 8 und wurden an dem sogenannten CS-Zentralterminal - einer 4 Kilometer langen Raumstation in der Nähe von Apha-Centauri - stationiert.
Ihre erfolgreiche Bewährungsprobe erlebten die CAMELOPARDUS-Tender während der Tolkander-Krise, als sie Hunderte von LFT- Flotteneinheiten reparierten, die in den Kämpfen gegen die Igelschiffe Treffer abbekommen hatten. Seither wurden sie in großem Ausmaß modernisiert und umgebaut, mittlerweile verfügen sie über eine Kapazität, die jene einer mittleren Raumwerft durchaus in den Schatten stellt. Die CAMELOPARDUS-Tender sind in der Lage, sämtliche Raumschiffs-Typen der LFT-Flotte - von den kleineren Beibooten bis hin zu den Großraumern der NOVA-Klasse (Ø 800 Meter) - zu warten und zu reparieren. Weiterhin erlaubt es ihnen ihre Werftkapazität, selbständig Kugelraumer bis zur Größe eines schweren Kreuzers (0 200 Meter) zu bauen. Letzteres wird jedoch nur selten durchgeführt, da dies die übrigen Aktivitäten der Tender behindert.
Hauptmerkmale des erfolgten Umbaus sind die turmartigen Superstrukturen mit zahlreichen Antennen und Formenergie-Werfern auf dem "Oberschiff". Sie versorgen die kreisförmigen Werftbuchten, von denen die Größte einen Durchmesser von 600 m erreicht. Diese Haupt-Werftbucht ist theoretisch in der Lage, Kugelraumer bis zu einem Durchmesser von bis zu 1500 m zu versorgen. Seitdem jedoch das Projekt eines neuen Großraumers der NEBULAR-Klasse auf Eis gelegt wurde und NOVA-Einheiten nur selten die Hilfe eines Tenders benötigen, wurde sie dahingehend modifiziert, dass sie statt dessen auch eine Gruppe von kleineren Raumern versorgen kann. Die 3 Sekundär-Werftbuchten (davon eine auf dem Scheitelpunkt an der "Unterseite" des Werftmoduls) sind für Raumschiffe bis zu 500 m Durchmesser ausgelegt, dazu kommt die Reparatur-Plattform auf dem Walzenmodul mit 6 Werftbuchten für Raumer bis zu 200 m Durchmesser. An der "Unterseite" befinden zudem 10 weitere Werftbuchten für Einheiten bis 100 m Durchmesser. Das Werftmodul verfügt über eine komplette Bandstraße zum Bau von Beibooten bis zur Größe einer 40m Space-Jet. An den beiden Schnittstellen zwischen Walzen- und Werftmodul befindet sich Aggregateschürzen mit einem aufwendigen System aus Großantennen und Formemergie-Werfern. Diese dienen sowohl zur Konfiguration des GIGOROFF-Schirmfeldes in der Überlichtflugphase als auch zur Erstellung von Formenergiefeldern zur Produktion von größeren Teilen für Raumschiffs-Rümpfen. Die Tenderhülle verfügt über insgesamt 56 Kontaktpunkte für Waffenmodule. Diese können dort bis zu ihrer Verwendung gelagert, gleichzeitig aber auch zur Verteidigung des Tenders eingesetzt werden.
Vorschläge für den Umbau von CAMELOPARDUS-Tendem zu Fernraumschiffen oder zu Kontroll-Mutterschiffen für größerer Verbände von HOST-Robotraumern wurden nach den Ereignissen um die kosmische Fabrik-MATERIA zurückgestellt. Der Neubau von 4 weiteren Einheiten ist für die Reorgansierung der LFT-Flotte geplant. Die Zeichnung zeigt den CAMELOPARDUS-Tender CS-5 "THETIS SEA" (S.N.C. 6-105-l) nach seiner letzten Modernisierung im Frühjahr 1291 NGZ. Während der Tolkanderkrise transportierte er die über 20.000 Mitglieder aus dem Volk der HERREACH in das Milchstassen-Zentrum, die den Brutkosmos der Tolkander zerstörten.

Technische Daten:

Abmessungen: 

 

Antrieb: 

 

 

Energiesysteme:

 

 

Bewaffnung: 

 

 

 

Beiboote: 

 

Walzenmodul: Durchmesser max. 600m, Länge 1000 m, Landedeck Breite 630 m, Länge 1150 m, Werftmodul; Durchmesser 2000 m, Höhe 400 m

1 Triple-METAGRAV-Triebwerk (Beschleunigung (Leer-/Volladung ): 640-310 km/sec2, Überlicht-Faktor 52-19 Millionen), 2 Haupt- und 5 Neben-ANTIGRAV-Triebwerke

3 Haupt- und 2 Neben-HYPERTROP-Zapfer, l primärer GRAVITRAV-Speicherkomplex, 17 GRAVITRA V-Sekundär Speicher,

10 NUGAS- und 24 kleine Kernfusions-Notkraftwerke

Defensiv: 5-fach gestaffeltes PARATRON-Schirmfeld, 3-fach gestaffeltes HÜ-Schirmfeld, l Prallschirm

Offensiv: Variabel (56 Kontaktpunkte für gängige Waffenmodule)

4-5 Standard-Korvetten (60m), 5-8 Kleinst-Korvetten (30m) 25 Space-Jets, 128 Rettungsboote (sehr variabel)

Besatzung: ca. 300 Mann Schiffsführung sowie bis zu 2700 Werft-Ingenieure & Beiboot-Besatzungen

Legende:

  1. BUG-Projektorenkomplex des Metagrav-Trieb- werks

  2. Gravitrav-Speicher des Antriebkomplex

  3. Metagrav-Haupttriebwerk mit Grigoroff-Projek- toren

  4. Metagrav-Peripherieaggregate, Funk- und Ortungssysteme, kugelförmige Intern-Kommando- zentrale (55 Meter) mit Haupt-Syntronikkomplex

  5. Verbindungssteg zwischen Walzenmodul und Reparaturplattform mit Schleusenkomplex für kleinere Beiboote, Schutzschirm-Projektoren, Gravitrav-Sekundärspeichern und SPITTOCKS

  6. Vordere Extern-Zentrale der Reparaturplattform mit Kommunikationssystemen

  7. Reparaturplattform mit 6 kreisförmigen Werft- buchten für Kugelraumer bis zu max. 280 m Durchmesser mit autarken Produktionsanlagen

  8. Mobile Brückenkonstruktion für Torbogen-Groß- transmitter zum Transport von Raumschiffen bis max. 100 m Durchmesser, dahinter Haupt-Werft- bucht für Groß-Kugelraumer (theoretisch bis zu 1500 m Durchmesser)

  9. Plattform-Zwillingstürme mit Projektoren-Rüst- sätzen für Landefeld-Generatoren, Traktorstrahl- und Waffensystemen

  10. Kontroll- und Steuertürme der beiden Sekundär- Werftbuchten

  11. Superstrukur der Haupt-Werftbucht mit Werftzen- trale, Formenergiewerfern, Traktorstrahl- und Fesselfeld-Projektoren

  12. Kreisförmige Sekundär-Werftbucht für Kugel- raumer bis zu max. 500 m. Durchmesser (insge- samt drei Stück, eine verdeckt auf der Unterseite des Werftmoduls)

  13. Generatoren und Projektorsysteme für Prallfeld- Aggregate, Paratron- und HÜ-Staffelschirme

  14. Haupt-Hypertro-Zapfer (insgesamt 3 Stück), darunter Maschinenhallen mit robotischen Pro- duktionsanlagen des Werftkomplex

  15. Lagerräume, Ersatzteil-Magazine und Roboter- hangars mit Ladeschleuse

  16. Antigrav-Haupttriebwerk, Sekundäre Metagrav-Tnebwerke und Gravitrav-Speicher sowie Werftaggregate

  17. Notfall-Kraftwerkskomplex mit sechs Nugas- und zwölf Kernfusionsmeilern (acht weitere Kernfu- sionsmeiler über die Werftplattform verteilt)

 

  1. Lagerräume des Walzenmoduls und Reparatur- einrichtungen für Beiboote bis zur Space-Jet- Größe

  2. Primäre Lebenserhaltungssysteme, Hydropo- nische Fabrik für Frischnahrung, Erholungszen- trum mit Solarium sowie Quartiere für Besucher und Beibootbesatzungen

  3. Hangars für Beiboote bis zur Space-Jet-Größe und Vorratsmagazine

  4. Maschinendecks des Walzenmoduls mit sekun- dären Hypertrop-Zapfern, Gravitrav-Speichem, Antigrav-Triebwerken sowie Schwerkrafterzeu- gem und Andruckneutralisatoren

  5. Haupt-Wohnbereich der Besatzung mit autarken Lebenserhaltungssystemen und Schutzschirm- generatoren

  6. Außenhülle aus Terkonit-SAC-Compositum mit Sensor- und Projektionsbändern, darunter Schleusen für Raumsonden und Rettungsboote

  7. Impulsfeldmodulatoren des Metagrav-Triebwerks für Steuerungszwecke (vier Stück)

  8. Komplex aus Großantennen und Formenergie- werfern für Metagrav-Antrieb und Werftbereich

  9. Schleusenöffnung der Beibootwerft für Raumer bis zur Space-Jet-Größe

 

Raumschiffe und Beiboote:

  1. Space-Jet der CVI-Klasse (35 Meter)

  2. Leichter Kreuzer der NEO-STÄDTE-Klasse (100 Meter, an den externen Werftbereich des Unterschiffs angekoppelt)

  3. Schnellfrachter Typ PAVO-KOGGE (Länge 230 m. Breite 100 m)

  4. Lasten-Space-Jet Typ Comet Buster (35 Meter)

  5. Standard-Space-Jet (30 Meter)

  6. Werftbeiboot Typ Space Tug

  7. Kugelraumfrachter der 70 m - Klasse

  8. Eskort-Korvette (60 Meter)

  9. Leichter Kreuzer der NEO-PLANETEN-Klasse (100 Meter)

  10. Kugelraumfrachter

  11. Merz-Kreuzer der VESTA-Klasse (100 Meter)

  12. Schwerer Kreuzer der PROTOS-Klasse (200 Meter)

  

Design, Zeichnung und Text:

© by Christoph Anczykowski 7/99